Manis Amrioui

Manis Amrioui  ·  Autobiografie

Meine vergiftete Heimat

Eine kabylische Autobiografie

Kriegskind in der Kabylei, Flüchtlingslager, Schule unter französischer Herrschaft, Studium in der DDR, zwei Jahre Reserveoffizier in der algerischen Armee, schließlich Flucht und Exil in Deutschland. Die Geschichte eines Mannes, der sich der erzwungenen Einheitsidentität seines Landes nie gebeugt hat.

288 Seiten · Taschenbuch · Axxam n Tmusni Publishing · 2026 · ISBN 979-8253512975

Buchcover: Meine vergiftete Heimat von Manis Amrioui. Porträt des Autors vor dem Bergpanorama der Kabylei

Das Buch

Ein Leben zwischen sechs Welten

Wie ein Hirtenjunge aus einem Bergdorf der Kabylei zum Ingenieur wird, der zwischen Algerien, der DDR und Deutschland um Identität, Sprache und Freiheit ringt, und wie eine Heimat aussieht, die von Nationalismus, Fanatismus und Korruption vergiftet ist.

Persönliche Erinnerung, historischer Essay und politische Analyse greifen in diesem Buch ineinander. Es erzählt ein halbes Jahrhundert algerischer Geschichte aus der Perspektive derer, die darin nicht vorkommen sollten, und rückt eine Region ins Bild, die vor Europas Haustür liegt und den meisten dennoch unbekannt ist.

  1. Kabylei

    Geboren als Kriegskind in den Bergen, in einer Region, deren Sprache im entstehenden Staat keinen Platz haben sollte.

  2. Flüchtlingslager

    Kindheit im Lager. Die erste Erfahrung davon, dass Zugehörigkeit etwas ist, das andere vergeben.

  3. Französische Schule

    Bildung in der Sprache der Kolonialmacht. Zugang und Entfremdung in einem Satz.

  4. DDR

    Studium im sozialistischen Deutschland: ein zweiter Staat mit einer zweiten verbindlichen Wahrheit.

  5. Algerische Armee

    Zwei Jahre Dienst als Reserveoffizier für ein Land, dessen Einheitsidee die eigene Herkunft ausschließen sollte.

  6. Deutschland

    Flucht und Exil. Ein Leben, das noch einmal von vorn beginnt, und ein Buch, das nichts auslässt.

Stimmen

Was über das Buch geschrieben wurde

Diese bewegende Biografie eröffnet einen tieferen Blick auf die innenpolitischen Konflikte Algeriens.
Gabriel Romano · Faust Kultur, 27. Juli 2026
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Buch des Monats · Juli 2026 Gemeindebücherei Gersheim

Der Autor

Manis Amrioui, Porträtaufnahme

Manis Amrioui

Ingenieur, Autor und Aktivist. Geboren in der Kabylei, studierte er in der DDR und diente zwei Jahre als Reserveoffizier in der algerischen Armee, bevor er nach Deutschland floh. Seit Jahrzehnten setzt er sich im Exil für die kulturelle Identität, die Sprache und die politische Mitbestimmung der Kabylen ein.

Axxam n Tmusni · Haus des Wissens

Nach seiner Pensionierung gründete er Axxam n Tmusni, das Haus des Wissens: eine private Initiative für Kinder gegen Identitätsverlust und religiösen Druck.

Die Behörden ließen das Haus wegen „unerlaubter Nutzung“ (exploitation illicite) offiziell schließen und versiegeln. Hintergrund war die Unvereinbarkeit des Projekts mit den vorherrschenden arabisch-islamischen Wertvorstellungen.

Heute werden die Projekte über die Internetplattform axxamntmusni.org weitergeführt.

Lesung

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Für Büchereien, Schulen, Vereine und Kulturzentren. Auch als Gespräch über die Kabylei, Exil und Identität.

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